Entsorgung von Kohlenwasserstoffkondensat mit LEWA Prozess-Membranpumpen

Kohlenwasserstoffkondensat (Hydrocarbon Condensate, HCC) ist ein Abfallprodukt bei der Förderung von Erdgas, offshore und onshore.

Aufgrund seiner toxischen, korrosiven, abrasiven und teilweise hochsiedenden Zusammensetzung ist die Entsorgung von HCC schwierig. Bei diesen Inhaltsstoffen kommt der Materialauswahl für die Pumpen besondere Bedeutung zu.

Lösungen

Vorteile von Membranpumpen in offshore-Anwendungen:

  • Absolut resistente PTFE-Membranen
  • Sichere Sandwichmembran mit Überwachung
  • Hermetisch dicht, daher keine Leckage von toxischen und umweltgefährdenden Bestandteilen
  • Schneller und einfacher Membranwechsel
  • Keine fluidberührte Kolbenabdichtung
  • Membranpumpenkörper aus resistentem Vollmaterial
  • Optimale Ventilauslegung durch Baukastensystem
  • Standzeiten von über 10.000h sind üblich
  • Optimale Lebensdauer bei geringsten Wartungskosten

Die stand-by Pumpe kann problemlos angefahren werden und unter Saug- oder Gegendruck in das System geschaltet bleiben.

Hintergrund

Die Entsorgung onshore ist aufgrund der Lagermöglichkeiten recht unproblematisch. Offshore wird das HCC vom Gas getrennt und in so genannten Knock-out drums zwischengelagert. Die Rückverpressung bzw. der Transport läuft an einen zentralen Sammelpunkt zum Weiterpumpen onshore und zur Verarbeitung an den Knock-out drums.

Die Menge ist dabei variabel, Druck und Verfügbarkeit sind wichtige Aspekte: Die Pumpe muss soviel abziehen, dass der LSHH der Knock-out drum nicht anspricht, da sonst die Förderung eingestellt werden muss.

Durch die Mischung von korrosiven und abrasiven Inhaltsstoffen ist die Auswahl der fluidberührten Teile, besonders für Ventile, bei denen Härte und Korrosionsresistenz zusammenpassen müssen von großer Bedeutung.

Die verschiedenen Anteile des HCC sind in der Tabelle angegeben:

HCCFormelSchmelzpunkt °CSiedepunkt °CZustand bei 25°C
MethanCH4-183-164gasförmig
EthanC2H6-183  -89gasförmig
PropanC3H9-190  -42gasförmig
ButanC4H10-138  -0,5gasförmig
PentanC5H12-130  +36flüssig
HexanC6H14  -95  +69flüssig
HeptanC7H16  -91  +98flüssig
OctanC8H18  -57+125flüssig
NonanC9H20  -51+151flüssig
DecanC10H22  -30+174flüssig
UndecanC11H24  -25+196flüssig
DodecanC12H26  -10+216flüssig
EicosanC12H42 +37+343fest
TriacontanC30H62 +66+450fest

Wesentliche Punkte für eine richtige Auslegung:

  • Auslegung der Rohrleitung
  • Nennweite der Rohrleitung
  • Filterdaten
  • Druckabfall und Maschenweite (Filterfläche, Doppelfilter mit Umschaltung und Differenzdruckanzeige/Signal)
  • Absperrventile mit vollem Durchgang
  • Pulsationsdämpfer und deren Einbaustelle
  • Lage der Knock-out drum (möglichst über der Pumpe damit Zulauf entsteht)

Zudem sind folgende Stoffe enthalten:

  • H2S: korrosiv und hochgiftig
  • CO2: hoher Dampfdruck, nicht schmierend, vereist bei Entspannung
  • Quecksilber: hochgiftig und wassergefährdend
  • Wasser, das ebenfalls vom Gas getrennt wurde und zusammen mit H2S sehr korrosiv ist
  • Dieselanteile (gering): ungefährlich abgesehen von der eventuellen Wasserverunreinigung
  • Wasser + H2SO4: Säure, sehr korrosiv
  • Sandanteile im HCC (gering): bei den vorherrschenden Betriebsdrücken bis 250/300 bar höchst abrasiv

Ansprechpartner

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