Kohleveredelung mit Remote-Head-Dosierpumpen in Verflüssigungsanlagen

In der Verfahrenstechnik werden oft Medien mit kritischen Eigenschaften wie hoher Temperatur und hoher Abrasivität zirkuliert oder dosiert. Bei der Kohleeinbringung in Kohleveredelungsanlagen zum Beispiel wird staubfein gemahlene Kohle mit Öl oder Lösungsmitteln zu einer abrasiven und häufig hoch temperierten Suspension angemischt. Normale Dosierpumpen können durch ihre kompakte Bauweise die kritischen Bedingungen nicht vom Verdrängersystem der Pumpe fernhalten.

Genau dies ist aber notwendig, um das Fluid sicher zu fördern sowie Bedienpersonal und System zu schützen. Deshalb werden für diese Aufgabe Dosierpumpen mit Remote-Pumpenkopf von LEWA eingesetzt, die Ventilkopf und Pumpentriebwerk räumlich voneinander trennen.

Lösungen

Remote-Head-Dosierpumpen kommen bei der Kohleeinbringung zum Einsatz, da sie folgende Vorteile bieten:

  • Sicherer Betrieb durch räumliche Trennung von Ventilkopf und dem Verdrängersystem
  • Fallende hydraulische Verbindungsleitung (ggf. mit Kühlmantel) verhindert Sedimentation im Fluidraum.
  • Spülpumpe hält Suspensionspartikel von der Kolbenabdichtung fern.
  • Hermetische Dichtheit unserer Pumpentechnologie gewährleistet eine sichere Förderung potentiell gefährlicher Stoffe, die für die chemische Reaktion notwendig sind (z. B. Blausäure oder Schwefelwasserstoff).
  • Durch das Gasaustragungsventil werden eventuell angesammelte Gasblasen mit einem kleinen Austragsstrom in die Hauptleitung abgeführt.
Kohleeinbringung mit LEWA triplex Pumpen

Hintergrund

Wie und warum wird Kohle veredelt?

Durch Kohleveredlung kann man verschiedene Folgeprodukte von Kohle herstellen. Rohe Braunkohle wird in Kohleveredlungsbetrieben überhaupt erst brauchbar gemacht, indem sie z. B. zu Briketts, Braunkohlenstaub, Wirbelschichtbraunkohle verarbeitet wird.

Eine Art der Kohleveredelung ist die Kohleverflüssigung, bei der unter anderem das Fischer-Tropsch-Verfahren angewendet wird. Dafür muss die Kohle erst bei Temperaturen über 1000 °C unter Zuführung von Wasserdampf und Luft oder Sauerstoff vergast werden. Das entstandene Synthesegas wird anschließend abgekühlt. Während diesem Prozess werden Phenol, Ammoniak, Kohlenstoffdioxid, Schwefelwasserstoff, Blausäure und organische Bestandteile aus dem Gas entfernt. Anschließend wird das Synthesegas in einer heterogen-katalytischen Reaktion zu Kohlenwasserstoffen (z. B. Paraffine und Alkohole) umgesetzt.

Aus einer Fischer-Tropsch-Synthese resultieren verschiedene Endprodukte wie synthetisches Benzin, Diesel, Heizöl und diverse Rohstoffe für die chemische Industrie.

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